Daher ist eine entsprechende Schulung zur Vermittlung oder zur Auffrischung von entsprechendem Fachwissen zu Beginn des Prozesses für alle Beteiligten sehr empfehlenswert.
Außerdem sollten die Themenfelder sexualisierte Peer-Gewalt und sexualisierte Gewalt mittels digitaler Medien bearbeitet werden. Zu den Grundlagen gehört auch Wissen zur sexuellen Entwicklung, insbesondere zu kindlicher Sexualität und Jugendsexualität. Darauf aufbauend sollte die Arbeitsgruppe Informationen über den Prozess einer Schutzkonzept-Entwicklung erhalten sowie die einzelnen Bestandteile kennenlernen und in ihrer Bedeutung für die Organisation diskutieren.
Die Einstiegsschulung kann evtl. auch für alle Mitarbeiter:innen der Organisation angeboten werden, damit diese in der Lage sind, an der Entwicklung des Schutzkonzeptes aktiv und kompetent zu partizipieren. Vielleicht finden sich nach der Schulung noch weitere Interessierte für die Mitarbeit in der AG.
Möglicherweise kann die Schulung von dem:der externen Prozessbegleiter:in durchgeführt werden.
Die Prätect-Expert:innen und sind Fachleute zur Prävention sexualisierter Gewalt. Sie sind Mitarbeiter:innen aus Fach- und Beratungsstellen in Bayern und verfügen über umfangreiches Wissen und praktische Erfahrung zum Themengebiet. Sie können für Schulungen und die Begleitung von Schutzkonzept-Prozessen angefragt werden.
Begriffsklärung und -differenzierung "Formen von sexualisierter Gewalt": Grenzverletzungen - Übergriffe - strafrechtlich relevant. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB)
Webseite der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM): Umfangreiche Sachinformationen zur Thematik unter dem Reiter „Themen“.
Webportal „Wissen hilft schützen“ bietet Informationen und Materialien zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt im digitalen Raum.
E-learning „Schutzkonzepte in der ehrenamtlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“. E-Learning-Kurse zur Sensibilisierung für Gefährdungsfaktoren der (sexualisierten) Gewalt im ehrenamtlichen Kontext sowie zur Umsetzung von Schutzkonzepten in verschiedenen ehrenamtlichen Bereichen. Die Kurse wurden wurden 2014-2024 am Universitätsklinikum Ulm entwickelt, sie werden weiterhin aktualisiert und stehen jetzt im Rahmen des Projektes "Kinderschutz im Saarland" zur Verfügung. Die Kursteilnahme ist für Personen, die im Saarland tätig sind, kostenfrei. Personen, die in anderen Bundesländern oder dem Ausland tätig sind, können gegen ein Teilnahmeentgelt teilnehmen.
Podcast einbiszwei: Podcast über Sexismus, sexuelle Übergriffe und sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Interviews zu unterschiedlichen Fragen im Zusammenhang mit dem Themenfeld. Erscheint wöchentlich.
Webseite der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW: Fundierte Sammlung von Links und Literaturlisten zu unterschiedlichen Schwerpunkten im Thema sexualisierte Gewalt (z.B. sexueller Missbrauch in Institutionen, sexuelle Übergriffe durch Kinder und Jugendliche, sexueller Missbrauch an Kindern mit Behinderungen, Literatur “Geflüchtete Kinder und Jugendliche” u.v.m.).
Bundesinsitut für öffentliche Gesundheit BIÖG (ehemals BzgA) bietet kostenlose Materialien zum Themenfeld Sexualität/Sexualaufklärung und zur Präventionskampagne „Trau Dich!“ gegen sexualisierte Gewalt.