Einstieg

Schutzbaum

Der Schutz junger Menschen vor sexualisierter Gewalt ist in der Jugendarbeit in Bayern seit den 1990-er Jahren ein Thema. Good-Practice-Beispiele bieten allen interessierten Akteurinnen und Akteuren die Möglichkeit, sich über erfolgreich umgesetzte Schutzprozesse in Organisationen der Jugendarbeit zu informieren und von ihnen zu lernen. 

Das Entscheidende ist, sich auf den Weg zu machen und den Prozess zu beginnen. Denn Schutz entfaltet sich schon dadurch, dass das Thema sexualisierte Gewalt angegangen und nicht tabuisiert wird.

                      Johannes Wilhelm Rörig, UBSKM

Die Umsetzung von Schutzprozessen gehört auf allen Ebenen zu den zentralen Aufgaben von Jugendarbeit. Denn Jugendarbeit setzt sich für den Schutz von Kindern und Jugendlichen ein und ergreift Partei für die Interessen und das Wohl von Kindern und Jugendlichen.
Die Entwicklung eines Schutzkonzepts ist ein längerer Prozess der Organisationsentwicklung. Damit er nicht im Sande verläuft oder neben anderen Themen und Aktivitäten zu einer Überforderung wird, hat es sich bewährt, eine verantwortliche Arbeitsgruppe (AG) einzusetzen, die den Prozess steuert und verantwortet.
Damit Organisationen der Jugendarbeit den Erarbeitungsprozess für ein Schutzkonzept erfolgreich und gestärkt bewältigen können, hat sich die Inanspruchnahme externer Unterstützung und Beratung als sehr sinnvoll und empfehlenswert erwiesen.
Zu Beginn des Entwicklungsprozesses steht die Sensibilisierungsphase. Bevor die Arbeitsgruppe in die Erarbeitung des Schutzkonzepts einsteigt, benötigen die Teilnehmenden ausreichendes Grundlagenwissen zu sexualisierter Gewalt und Prävention. Dieses können sie in einer entsprechenden Schulung erwerben.